Die St. Hedwig Kliniken haben ihren traditionsreichen Standort im Herzen von Berlin-Mitte um einen modernen Neubau erweitert. Mit dem neuen Gebäudeensemble wurde die stationäre Versorgung nachhaltig gestärkt und gleichzeitig sensibel in das städtebauliche und denkmalgeschützte Umfeld des Bezirks integriert.
Der Neubau ergänzt den Bestand um drei neue Bettenstationen in hochwertiger Klinkerbauweise, die sich bewusst an der architektonischen Sprache des urbanen Kontextes in Berlin-Mitte orientiert. Ziel war es, medizinische Funktionalität mit einer klaren, ruhigen und stadträumlich angemessenen Architektursprache zu verbinden.
Im ersten Obergeschoss entstand eine spezialisierte Station für Geriatrie und Gerontopsychiatrie mit 34 Betten, die den wachsenden Bedarf an altersmedizinischer Versorgung im innerstädtischen Raum adressiert. In den beiden darüberliegenden Geschossen wurden zwei internistische Bettenstationen mit jeweils 40 Betten realisiert, die eine moderne, effiziente und patientenorientierte stationäre Versorgung ermöglichen.
Die funktionale Verbindung zum Bestandsgebäude wurde sowohl unterirdisch als auch über eine markante Brückenkonstruktion im dritten Obergeschoss hergestellt. Dadurch entsteht eine kurze, wettergeschützte und klar strukturierte Wegeführung innerhalb des gesamten Klinikensembles.
Der fünfgeschossige Neubau entwickelt sich als kompakter Baukörper mit zwei großzügigen Lichthöfen, die für natürliche Belichtung, Orientierung und eine hohe Aufenthaltsqualität im Inneren sorgen. Im Untergeschoss wurde das Gebäude bis an die angrenzende Bebauung erweitert und um eine Tiefgarage mit rund 70 Stellplätzen ergänzt, die zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs beiträgt.
Das Krankenhaus nimmt im urbanen Gefüge von Berlin-Mitte eine besondere Stellung ein: als Teil eines denkmalgeschützten Ensembles und in unmittelbarer Nachbarschaft zur jüdischen Gemeinde mit Synagoge ist eine besonders sensible städtebauliche Einbindung von zentraler Bedeutung. Architektur, Nutzung und Kontext stehen hier in einem bewusst ausgewogenen Verhältnis.
In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro GBK Architekten, das die Leistungsphasen 1 bis 5 verantwortete, wurde die bauliche Umsetzung durch unser Büro in den Leistungsphasen 2 und 3 begleitet. Damit konnte eine kontinuierliche planerische Qualitätssicherung in einem anspruchsvollen städtebaulichen Kontext gewährleistet werden.



