Hans im Glück im Zoo – Eine Märchenlandschaft

• Bauherr: Zoologischer Garten Berlin AG
• Bruttogrundfläche: ca.1.700m²
• Leistung: Landschaftsarchitektur Lph 1-8 (9)
• Zeitraum: Juli 2015 - Juli 2016

Der Zoologischer Garten Berlin befindet sich im Stadtteil Berlin-Tiergarten in der City West und zählt als ältester Zoo Deutschlands zu den bedeutendsten zoologischen Anlagen Europas. Gemeinsam mit dem Tierpark Berlin in Friedrichsfelde bildet er die beiden großen zoologischen Einrichtungen der Hauptstadt und verbindet Tradition, Naturerlebnis und urbane Vielfalt auf einzigartige Weise.

Im Mittelpunkt der Maßnahme stand die behutsame Umgestaltung des in die Jahre gekommenen Streichelzoos zu einem nachhaltigen, hochwertig gestalteten Erholungs- und Spielraum. Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der spielerische Begegnungen mit Tieren ermöglicht und zugleich ein intensives, unmittelbares Naturerlebnis für Besucherinnen und Besucher bietet.

Das gestalterische Leitthema bildet das bekannte Kindermärchen „Hans im Glück“ der Gebrüder Grimm. Inspiriert von dieser zeitlosen Erzählung entsteht eine fantasievolle Erlebniswelt, die den Übergang zwischen Märchen, Natur und landwirtschaftlichem Alltag auf poetische Weise erlebbar macht.

Das Märchen, das in einem ländlichen Umfeld angesiedelt ist und das Leben auf dem Bauernhof in den Mittelpunkt stellt, bildet die Grundlage für die räumliche Inszenierung. Entsprechend sind typische Haus- und Hoftiere integraler Bestandteil der Anlage. Ein zentraler Treffpunkt am Brunnen mit Sitzgelegenheiten sowie einer Informationsstele vermittelt Wissenswertes über die Tierarten und lädt zum Verweilen und Entdecken ein. Im weiteren Verlauf der Anlage tritt „Hans im Glück“ selbst als erzählerische Leitfigur auf und begleitet die Besucherinnen und Besucher durch die Geschichte.

In Anlehnung an traditionelle Bauernhöfe wurden Stallanlagen im Fachwerkstil mit Giebeldächern und charakteristischen Fensterläden gestaltet. Der gezielte Einsatz klassischer Materialien sowie dekorativer, bäuerlicher Gerätschaften verstärkt die atmosphärische Dichte des dörflichen Ambientes. Dabei wurden bewusst auch wiederverwendete Materialien integriert, die dem Ort eine zusätzliche authentische und nachhaltige Dimension verleihen.