Der Neubau des Frau-Mutter-Kind-Zentrums am Standort Neukölln umfasst drei eigenständige, zugleich eng miteinander verknüpfte Bauteile, die gemeinsam ein harmonisches und funktional durchdachtes Ensemble bilden. Im Mittelpunkt steht der Funktionstrakt mit den Schwerpunkten Untersuchung und Behandlung, dessen städtebauliche Ausrichtung bewusst Bezug auf den bestehenden Kleihues-Bau nimmt und diesen gestalterisch weiterführt.
Die kreisförmige Architektur mit prägnanter Glaskuppel öffnet das Gebäude nach oben und lässt großzügig Tageslicht in die Innenräume strömen. Dadurch entsteht eine helle, freundliche und zugleich orientierungsstarke Atmosphäre, die den heilenden Charakter des Gebäudes unterstreicht. Ein unterirdisch geführtes Tunnelsystem verbindet den Neubau direkt mit dem bestehenden Hauptgebäude Haus 30 und gewährleistet eine effiziente und störungsfreie Ver- und Entsorgung sowie eine geschützte Personenzuwegung.
Die Rotunde mit ihrem lichtdurchfluteten Dach und dem zentralen Treppenhaus bildet das räumliche Herzstück der Gesamtanlage. Sie fungiert als identitätsstiftendes Erschließungselement, das die verschiedenen Nutzungsbereiche elegant miteinander verknüpft und den Besuchern eine klare räumliche Orientierung bietet.
Abgerundet wird das Ensemble durch das Bettenhaus mit seiner halbkreisförmigen Grundkubatur, das den architektonischen Abschluss des Neubaus bildet und dem Gesamtkomplex eine ruhige, geschlossene Form verleiht. In seiner Gesamtheit entsteht so ein moderner, lichtdurchfluteter Gesundheitsbau, der Funktionalität, Orientierung und Aufenthaltsqualität in ein stimmiges architektonisches Zusammenspiel überführt.



