Sensibel modernisiert – im Umfeld von Sanssouci

• Bauherr: St. Josefs-Krankenhaus Potsdam gGmbH
• Bruttorauminhalt: ca. 35.000m³
• Leistung: Architektur Lph 6-8 (9)
• Zeitraum: Januar 2014 - Juni 2016

Das St. Josefs-Krankenhaus Potsdam ist eine Einrichtung der Alexianer Brüdergemeinschaft und liegt in einzigartiger Lage am südöstlichen Rand der historischen Parklandschaft von Schloss Sanssouci. Als traditionsreicher Bestandteil der Potsdamer Krankenhauslandschaft vereint der Standort denkmalgeschützte Architektur mit moderner medizinischer Versorgung auf hohem Niveau.

Im Rahmen eines umfassenden, zweiphasigen Bau- und Sanierungsprozesses wurde das Hauptgebäude grundlegend erneuert und durch einen funktionalen Teilneubau ergänzt. Ziel war es, die historische Substanz zu bewahren und gleichzeitig eine zukunftsfähige Klinikstruktur zu schaffen, die den heutigen Anforderungen an Medizin, Technik und Patientenkomfort gerecht wird.

Im ersten Bauabschnitt wurde das Hauptgebäude bis auf die historische Fassadenstruktur zurückgebaut und durch einen modernen, viergeschossigen Neubaukern ersetzt. Dieser wurde sensibel in die denkmalgeschützte Umgebung integriert und über einen oberirdischen Verbindungsgang mit dem Haus der Ordensschwestern verbunden. Die denkmalgeschützte Straßenfassade sowie die historische Kapelle wurden dabei aufwendig saniert und in ihrer städtebaulichen Wirkung erhalten.

Der zweite Bauabschnitt stellte besondere Anforderungen an die bauliche Umsetzung im laufenden Klinikbetrieb. Der vollständig zu erhaltende Altbau wurde umfassend instand gesetzt und insbesondere hinsichtlich moderner brandschutztechnischer Anforderungen ertüchtigt. Die Umsetzung wurde durch ein temporäres Ausweichkrankenhaus in Modulbauweise ermöglicht, wodurch der Klinikbetrieb jederzeit aufrechterhalten werden konnte.

Mit dem Neubau des zweiten Bauabschnitts wurde das Klinikgelände um zentrale medizinische Funktionsbereiche erweitert. Dazu gehören Physio- und Ergotherapie, ein moderner Laborbereich, Funktionsdiagnostik, Ambulanz sowie eine zentrale Patientenaufnahme. Diese Bereiche stärken die interdisziplinäre Versorgung und optimieren die Abläufe am Standort nachhaltig.

Insgesamt verfügt der Neubau über 86 Betten, darunter 13 Betten im Bereich Intermediate Care sowie 16 Betten in einer Komfortstation. Damit wird ein modernes Versorgungskonzept umgesetzt, das höchste medizinische Qualität mit einem patientenorientierten Umfeld verbindet.