Das Vivantes Klinikum Neukölln befindet sich im Südosten Berlins im Ortsteil Buckow und zählt zu den bedeutenden Versorgungsstandorten der Hauptstadt. Im Rahmen des Neubaus der Psychiatrie wurden die Freianlagen unter Berücksichtigung besonderer funktionaler und sensibler Nutzungsanforderungen sorgfältig neu konzipiert.
Das Freianlagenkonzept umfasst den verkehrstechnischen Anschluss an die übergeordnete zentrale Verkehrsachse ebenso wie die Gestaltung geschützter Außenräume für den psychiatrischen und somatischen Bereich. Im Mittelpunkt steht dabei ein in sich geschlossener Patientengarten, der Rückzug, Orientierung und soziale Begegnung in einem geschützten Umfeld ermöglicht.
Eine großzügige Terrasse bildet das Herzstück dieser Anlage und wird durch fein gesetzte Pflasterbänder ergänzt, die den Raum optisch gliedern, ihn zugleich weiten und strukturieren. Zusammen mit neu entwickelten Sitzelementen entsteht ein harmonisches Freiraumbild, das Aufenthaltsqualität und therapeutische Funktion miteinander verbindet.
Der Hauptweg ist als umlaufender Rundweg konzipiert – bewusst ohne definierte Endpunkte, um Bewegung, Offenheit und kontinuierliche Begegnung zu fördern. Der Fokus liegt auf Kontakt und Austausch zwischen den Patientinnen und Patienten sowie auf der unterstützenden Wirkung von Bewegung im Außenraum.
Ergänzt wird das Konzept durch Spiel- und Sportangebote, die einen wichtigen Bestandteil der therapeutischen Außenraumgestaltung darstellen. Neben einer robusten Tischtennisplatte wurde eine neue Basketballanlage integriert, die körperliche Aktivität und soziale Interaktion gezielt unterstützt.
Die gesamten Außenanlagen sind durch eine dichte Rahmenbepflanzung, ergänzende Heckenstrukturen sowie eine Zaunanlage behutsam vom übrigen Klinikbetrieb abgeschirmt und schaffen so eine geschützte, ruhige Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität.
Eine besondere planerische Herausforderung stellte die unmittelbare Nachbarschaft zu einem Garten- und Baudenkmal dar. Dies erforderte eine enge und kontinuierliche Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde während aller Planungs- und Ausführungsphasen, um den sensiblen Kontext respektvoll in das Gesamtkonzept einzubinden.



