Im Zusammenhang mit der Errichtung der Neubauten am Standort des Auguste-Viktoria-Klinikum im Südwesten Berlins werden die Freianlagen unter zeitgemäßen Leitgedanken wie Freiraum, Erholung und Genesung konzipiert und umgesetzt. Ziel ist es, eine harmonische Verbindung zwischen funktionaler Krankenhausinfrastruktur und qualitätsvollen Aufenthaltsräumen im Freien zu schaffen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Planung liegt in der Anbindung und Vernetzung der neuen Rettungsstelle mit dem öffentlichen Straßenraum sowie der im Untergeschoss verorteten Hauptanlieferung für die Ver- und Entsorgung des gesamten Klinikstandorts. Diese komplexe Verbindung wird über eine rund 50 Meter lange und knapp 8 Meter breite Rampenanlage realisiert. Die bis zu 4 Meter hohen Winkelelemente, die sowohl der Geländesicherung als auch der akustischen Abschirmung dienen, werden als begrünte Strukturelemente in das Freiraumkonzept integriert und tragen so zur landschaftlichen Einbindung der technischen Infrastruktur bei.
Eine hochwertig gestaltete Platzfläche sowie die repräsentative Eingangssituation bilden künftig einen attraktiven Aufenthalts- und Erholungsraum für Besucher, Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende. Die Planung wurde in enger Abstimmung mit verschiedenen Fachgremien in Form von Workshops entwickelt und kontinuierlich mit den zuständigen Behörden – darunter Denkmalpflege, Stadtplanungsamt sowie Umwelt- und Naturschutzbehörden – abgestimmt.
Die Neubauten erhalten zudem begrünte, begehbare Innenhöfe, die nicht nur als ruhige Rückzugsorte dienen, sondern auch eine natürliche Belichtung der Gebäude tief ins Innere ermöglichen und so zur Aufenthaltsqualität beitragen.
Ein besonderer Fokus lag auf einem nachhaltigen Regenwassermanagement: Die gesamte Freianlage wurde unter der Prämisse einer dezentralen Versickerung mittels Rigolen und Versickerungsmulden auf äußerst begrenztem Raum realisiert und trägt damit wesentlich zu einem zukunftsorientierten, ökologischen Gesamtkonzept bei.
Eine besondere Herausforderung stellte dabei das Bauen im laufenden Klinikbetrieb unter äußerst beengten Grundstücksverhältnissen dar – eine Aufgabe, die höchste Präzision in Planung, Koordination und Ausführung erforderte.



